Unsere Studienfahrt zur der Bahnhofsmission in Frankfurt
Während unseres Informationsbesuchs mit der Staatlichen Berufsschule
Karben bei der Frankfurter Bahnhofsmission wurde uns von einer
hauptamtlichen Mitar-beiterin das
Tätigkeitsspektrum der
Bahnhofsmissionen näher gebracht. Begin-nend mit Umsteige- und
Fahrtbegleitung für orientierungslose und schwache Menschen sowie
Kinder, Vermittlung an soziale Einrichtungen für Obdachlose oder
Prostituierte bis hin zur Seelsorge für Menschen, die mit ihrer
momentanen Situation nicht zurecht kommen, z.B. wegen „Personenschaden“,
der sich vor ih-ren Augen abgespielt hat, umfasst die Arbeit der
Mitarbeiter ein großes Spektrum.
Die Bahnhofsmissionen in Deutschland werden von der katholischen und
evangelischen Kirche getragen. In Deutschland sind sie noch an knapp 100
Bahnhö-fen vertreten, Tendenz fallend. Die Kosten zur Betrei-bung der
Bahnhofsmissionen werden zu 70 % von den Kirchen aufgebracht. Die
anderen 30 % decken Staat und Spenden ab.
Bahnhofsmissionen haben einen sehr wichtigen Dienst zu verrichten.
Schließlich bilden die Bahnhöfe einen großen sozialen Brennpunkt.
Kulturen treffen aufeinander, Reisende strömen durcheinander,
da-zwischen Drogenhandel und Taschendiebstahl.
Die Bahnhofsmission
Was kennzeichnet eine Bahnhofsmission?
Kennzeichen der Arbeit der Bahnhofsmission ist schnelles und
unkonventionelles Handeln in immer wieder neuen Herausforderungen, wobei
Kompetenz und Kreativität, Standfestigkeit und Flexibilität gefordert
werden. In einer breit gefächerten Fortbildung werden den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern notwendige Fachkenntnisse dafür
vermittelt und die christliche Grundorientierung für diese Arbeit
vertieft.
Verband der Deutschen Evangelischen Bahnhofsmission e.V.
Ehrenamtliche Mitarbeit
Ehrenamtliches Engagement in der Bahnhofsmission ist wie in kaum einem
anderen Bereich kirchlicher sozialer Arbeit möglich und nötig. Möglich,
weil jeder, der kirchliche Arbeit bejaht und seine Fähigkeiten zur
Verfügung stellen will, gebraucht wird. Nötig, weil nicht genügend
hauptberufliche Mitarbeiter/innen bezahlt werden könnten. Wer sich für
ehrenamtliche Mitarbeit in der Bahnhofsmission interessiert, kann sich
an die Leitung der Bahnhofsmission des nächsten Bahnhofes wenden.
Ökumenische Partnerschaft
Die Ökumene in der Bahnhofsmission in Deutschland hat eine lange
Tradition. Bereits 1910 schlossen sich die beiden zentralen Träger in
einer Arbeitsgemeinschaft als "Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission"
zusammen. Ökumenische Zusammenarbeit braucht einen festen Rahmen
gegenseitiger Absprachen auf der Grundlage gemeinsamer
Zielvorstellungen. Die Vereinbarung enthält Absprachen über:
-
die Organisationsformen des gemeinsamen Dienstes
-
regelmäßige Kontakte der Träger, Leiter/innen und Mitarbeiter/innen
zur gegenseitigen Information, zur Beratung und Entscheidung
grundsätzlicher und aktueller Arbeitsfragen
-
gemeinsame Benutzung der Hilfsmittel und Vorräte
-
Öffentlichkeitsarbeit und Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen
-
Vertretung der Bahnhofsmission nach außen, sowie gegenüber der Deutschen Bahn AG und der Behörden
-
örtliche Fortbildung
-
Kompetenz der Leitung.
Was war mein persönlicher Eindruck von der Bahnhofsmission?
Am Dienstag den 21.03.2006 besuchten, wir die Bahnhofsmission am
Frankfurter Hauptbahnhof.
Wir wurden alle höfflich von Frau Schleicher, Mitarbeiterin der
Bahnhofsmission begrüßt und in einer Runde von Stühlen gesetzt.
Daraufhin wurden uns die Tätigkeiten der Bahnhofsmission vorgestellt.
Ihre Hauptaufgaben umfassen:
-
Obdachlose Menschen helfen, indem sie die Anlaufstellen aus ihrem
Register heraussuchen und die dazugehörigen Telefonaten führen.
-
Menschen bei psychologischen Problemen beraten und auch bei Bedarf zu
Ärzten verweisen.
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Fahrgäste die ihren letzten Zug aus irgend welchen Gründen nicht
bekommen haben, dürfen in einem gesonderten Raum übernächtigen bzw. auf
den ersten Anschlusszug warten.
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Es werden aber auch Menschen geholfen die eine ganz andere Probleme
haben, wie z.B. einen Trauerfall in der Familie, oder auch Menschen vom
Ausland die ihre Papiere verloren haben.
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